„Siehe, ich mache alles neu!“

„Siehe, ich mache alles neu“. Ein Satz, der in meiner Bibel unter einer ganz bestimmten Überschrift zu finden ist: „Der neue Himmel und die neue Erde“. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, kündigt an, dass eines Tages alles neu werden wird. Alles bisher Dagewesene ist dann nicht mehr. Wie kann ich das denken, der ich doch in dieser Welt unterwegs bin? Laut der Offenbarung muss das großartig werden. Einen Satz davor heißt es: „Gott wird abwischen alle Tränen, der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz.“ Kaum zu fassen. Wie wird sich das anfühlen? Ich kenne ja nur diese, unsere Welt. Die Verheißung jedenfalls ist wunderbar. Noch ist das aber Zukunftsmusik, meine Tage im Hier und Jetzt wollen gelebt sein. Damit will ich nicht sagen, dass ich mich nicht auf den Himmel freue. Ich bin dankbar für das, was Gott ankündigt. Wie gelingt es mir aber, auch heute das „Neue“ bei Gott zu erkennen?

Ich erinnere mich an einen Satz eines Seelsorgers. Vor vielen Jahren sagte der mir: „Wissen Sie, Gott ist ein Anfänger.“ Nach einem kurzen Schreck über eine mögliche Geringschätzung Gottes wurde mir klar, was er meinte: Mit Gott kann ich jeden Tag neu anfangen und ER tut das mit mir. Was immer gestern schiefgelaufen ist, heute ist ein neuer Tag – ein Geschenk Gottes. Ich behalte mir die Perspektive auf eine reich ausgestattete Ewigkeit und suche heute die Begegnung mit meinem Herrn. Er hat zugesagt, dass schon heute alles neu werden kann, wenn ich ihn suche.

Alle guten Wünsche für das neue Jahr 2026 wünscht Ihnen Pastor Moritz Allersmeier von der Christuskirche Schöningen

P.S. Das Foto der Tagetisblume stammt vom Oktober. Sie hat sich selbst ausgesäht und erst, als alle anderen verblühten, auf den Weg gemacht.